WeightWatchers – Essen satt und trotzdem gesund Abnehmen
Seit nunmehr gut 40 Jahren treffen sich in Deutschland Menschen wöchentlich in Gruppen, um ein gemeinsames Ziel zu verfolgen: Abnehmen. Es gibt wohl keine Diät, die einen so hohen Bekanntheitsgrad hat, wie die der WeightWatchers. Dabei ist der Begriff Diät gar nicht mal so richtig zutreffend. Denn eigentlich handelt es sich um einen Ernährungs- oder Essensplan.
Sicher aber dürfte sein, dass hierzulande mit keiner anderen Methode mehr Menschen abgenommen haben, als mit der des gemeinsamen „Gewichtbeobachtens“. Das Geheimnis dieses Erfolgs beruht dabei auf mehreren Faktoren. Das Konzept ist einfach und sehr abwechslungsreich, lässt leicht in den Alltag integrieren, ist wissenschaftlich fundiert und motiviert durch gruppendynamisches Abnehmen. Aber vor allem dürfen sich die WeightWatchers jeden Tag so richtig satt essen.
Der WeightWatchers ProPoints Plan
Der Begriff ProPoints ist in dem System relativ neu, funktioniert aber nach dem gleichen jahrzehntelang bewährten Points-System des aus den USA stammenden Ernährungsplans. Aus den Faktoren Geschlecht, Gewicht, Körpergröße, Alter, körperliche Arbeitsbelastung und regelmäßigem Sport addiert sich jeder seine individuelle Personenpunktzahl. Wer nach erfolgreichem Abnehmen sein Wunschgewicht erzielt hat, erhält noch einige Zusatzpunkte. Auf der anderen Seite werden Lebensmittel ebenfalls mit Punkten qualifiziert. Ein Brötchen etwa hat die Punktzahl zwei, 10 Gramm Marmelade werden mit 0,5 Punkten veranschlagt. Jedes Fischstäbchen wird mit einem Punkt, jede Frikadelle mit sechs Punkten verbucht. Wer sich 150 Gramm Tiramisu gönnt, muss 8 Punkte hinzuaddieren (alle Angaben nach dem alten Points-System). Am Ende des Tages darf die Zahl der Lebensmittelpunkte, die der individuellen Punktzahl nicht übersteigen. Obst und Gemüse haben, bis auf ganz wenige Ausnahmen, einen Null-Faktor. Um wirklich satt zu werden, haben beispielsweise Kartoffeln den Faktor zwei. Davon darf so viel gegessen werden, bis sich ein Sättigungsgefühl einstellt. Auch beispielsweise die Portionen an Nudeln, ebenfalls Punktzahl zwei, sollten für den normalen Hunger ausreichend sein. Tendenziell kann zusammengefasst werden, dass fettige Gerichte eine wesentlich höhere Punktzahl haben, als Nahrungsmittel mit Kohlenhydraten. Um Mangelerscheinungen zu vermeiden, müssen allerdings täglich zwei Punkte für pflanzliche Fette „ausgegeben“ werden. Aus selbem Grund gibt es weitere tägliche Pflichtaufgaben: 1,5 Liter Wasser, zwei Portionen Kalzium und eine Portion hochwertiges Eiweiß. Wer Sport treibt, bekommt Bonuspunkte.
Das System WeightWatchers
WeightWatchers ist ein profitorientiertes Unternehmen, dessen Aktien an der New Yorker Börse gehandelt werden. Das ist vielleicht auch ein Grund, warum ein neues Punktesystem eingeführt wurde. So kommt neuer Schwung ins Geschäft und die eigentlich nur für Mitglieder zugänglichen Punktewerte sind nicht so transparent. Dementsprechend ist die Teilnahme am WeigtWatchers-Programm kostenpflichtig. Wer an den Gruppentreffen teilnimmt, zahlt knapp 40 Euro im Monat. Neue Online-Nutzer müssen für die ersten drei Monate fast 48 Euro hinblättern. Diese doch recht happigen Preise haben allerdings auch einen psychologischen Vorteil. Wissenschaftler haben herausgefunden, dass Abnehmwillige, die hohe Kosten für ihr Anliegen ausgeben, auch tatsächlich mehr Kilos verlieren. Und die Teilnehmer bekommen auch so einiges für ihr Geld. Im Internet gibt es unter anderem eine Rundumbetreuung, die Nährwerte von 34.000 Lebensmitteln und rund 1.000 WeightWachter-Rezepte. Bei den Treffen wird unter anderem jede Woche gewogen, Tipps ausgetauscht und jeweils ein spezielles Thema behandelt. Inzwischen sind auch im Handel zahlreiche Lebensmittel erhältlich, die speziell auf den Ernährungsplan mit genauer Punktzahl des Produkts abgestellt sind.
Weightwatchers: Pro&Contra und im Diät-Vergleich
Das System WeightWatchers gewährleistet eine ausgewogene, gesunde Ernährung. Es ist abwechslungsreich und kann leicht den ganz persönlichen Geschmack und Vorlieben angepasst werden. Es lässt sich leicht in den Alltag, zum Beispiel bei Restaurantbesuchen, einbauen. Wer dabei bleibt, das belegen wissenschaftliche Untersuchungen, nimmt mehr ab, als Menschen, die eher unsystematisch oder eigenverantwortlich vorgehen. Die Deutsche Gesellschaft für Ernährung stellte bei einer Untersuchung eine mittlere Gewichtsabnahme von bis zu 4,5 Kilogramm im ersten Jahr fest. Gegen den Ernährungsplan spricht eigentlich nur der hohe Preis. Mit ein wenig Sachverstand können sich die Grundsätze aber vielleicht auch billiger angelesen werden. Im Vergleich zu anderen Diäten, wie beispielsweise die Sears- oder Glyx-Diät, ist der Weight-Wachters-Plan deutlich unkomplizierter.


